Planungen für das Gasometer werden vorgestellt
Anwohner können sich am 9. und 16. März 2008 direkt auf dem Gelände informieren.
Seit vor rund einem Jahr das Schöneberger Gasometer und große Teile des GASAG-Geländes an einen privaten Investor verkauft wurden besteht bei vielen Schönebergern ein großer Informationsbedarf. Viele Anwohner sind sehr daran interessiert zu erfahren, was genau sich hinter dem geplanten Europäischen Energieforum (EUREF) verbirgt und welche Auswirkungen das Vorhaben auf die Rote Insel haben wird. Im Fokus stehen dabei die Verkehrssituation auf der Roten Insel und eine mögliche Verschattung durch die geplante Bebauung.
Auf dieses Informationsbedürfnis reagiert nun auch der Investor "DENKMALplus". Am 9. und 16. März 2008 besteht in der Zeit von 11 bis 14 Uhr für alle Schönebergerinnen und Schöneberger die Möglichkeit sich direkt auf dem Gasometer-Gelände ein Bild von den Planungen machen. Mit einem Modell werden die Baumaßnahmen und die geplante städtebauliche Entwicklung, die sich mit dem Konzept eines Europäischen Energieforums verbinden, dargestellt.
Mit einer Hauswurfsendung, die auf der Roten Insel verteilt wird, wird zu den Terminen am 9. und 16. März eingeladen. Darüber hinaus werden die Anwohner ausdrücklich nach ihrer Meinung, ihren Bedenken und Hinweisen zu dem Großprojekt gefragt, die in das weitere Verfahren einfließen sollen. Neben diesen Aktivitäten des Investors findet die reguläre Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans für das Gelände statt. Alle Schönebergerinnen und Schönebergern können sich noch bis Ende März den Entwurf des Bebauungsplans im Bezirksamt anschauen und ihre Meinung einbringen.
Lars Oberg erklärte hierzu: "Bei einem so großen und symbolträchtigen Projekt ist eine umfassende Beteiligung der Anwohner zentral. Alle Bedenken und Anregungen müssen in die Planungen einfließen, damit eine Verschlechterung der Wohnsituation durch mehr Verkehr und Verschattung vermieden werden kann. Ich werde die Gelegenheit an einem der nächsten Sonntage nutzen und mir die Planungen im Detail anschauen. Des Weiteren werde ich einen engen Dialog mit dem Investor pflegen und die Interessen der Anwohner deutlich machen. Die Schöneberger können sich darauf verlassen, dass keine weit reichenden Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Ich hoffe sehr, dass der Projektentwickler den Dialog mit den Schönebergern wirklich ernst nimmt."
Mittlerweile hat sich auch eine Bürgerinitiative gegründet, die die Baumaßnahmen auf dem GASAG-Gelände kritisch begleiten wird.


