Präventions- und Interventionskonzept "Kinder und Jugendgewalt begegnen"

SPD-Fraktion ergreift die Initiative

Aufgeschreckt durch zum Teil drastische Vorfälle wurde in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit heftig über die Jugendgewalt in Berlin diskutiert. Dabei wurden zahlreiche Vorschläge, wie der Jugendgewalt begegnet und vorgebeugt werden kann, unterbreitet. Viele davon setzten vorrangig auf Repression und härtere Strafen für junge Straftäter. Die SPD dagegen setzte sich immer für eine sachliche Debatte ein, die vor allem die Prävention von Gewalt in den Fokus nehmen soll.

Jetzt beschloss die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus einen Antrag, mit dem sie den Senat auffordert ein Präventions- und Interventionskonzept "Kinder- und Jugendgewalt begegnen" zu entwickeln und vorzulegen. Das Konzept soll nach Beschluss der SPD folgende Bestandteile enthalten:- Stärkere Vernetzung der bisherigen Aktivitäten zur Bekämpfung der Jugendgewalt

  • Stärkung der Kompetenz der Eltern zur gewaltfreien Erziehung unter anderem durch die Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren
  • Die Eltern sollen stärker für die Erziehung ihrer Kinder in Verantwortung zu nehmen
  • Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen und ein verstärkter Einsatz von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen in den Schulen
  • Verbesserte Vernetzung von Jugendämtern, Schulen, Polizei und Staatsanwaltschaft
  • Etablierung eines besonderen Fallmanagement für mehrfach deliktbelastete Kinder und Jugendliche
  • Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach §417 StPo auch für jugendliche Straftäter

Ziel dieser Initiative ist es, wirksam die Ursachen von Kinder- und Jugendgewalt zu bekämpfen und dieses seit Jahre wachsende Problem in den Griff zu bekommen.

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