Abgeordnetenhaus diskutiert die künftige Nutzung der Flughäfen Tegel und Tempelhof
Das Berliner Abgeordnetenhaus wird am 26. April 2007 auf Antrag der SPD über die weitere Nutzung der Flughäfen Tempelhof und Tegel im Rahmen einer aktuellen Stunde diskutieren.
Mit der aktuellen Stunde soll Klarheit in die seit Jahren geführte Debatte gebracht werden. Vor allem die Opposition versuchte in den letzten Monaten mit immer wieder neuen Initiativen, Anträgen, Behauptungen und "Gutachten" den Eindruck zu erwecken, dass der Flughafen Tempelhof offen gehalten werden könnten. Gipfel dieser wilden Ideen war nun die Forderung nicht nur Tempelhof, sondern auch Tegel als Flughafen neben dem BBI offen zuhalten. Alle diese Ideen stehen jedoch im Widerspruch zu der geltenden Rechtslage und gefährden darüber hinaus den Bau des Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld.
Die "Hungerkralle" und der Flughafen Tempelhof
Durch diese Gespenster-Debatte wurde der Blick auf die Nachnutzung der Flughäfen in Tempelhof und Tegel versperrt. SPD und Linksparteien wollen nun die unterschiedlichen städtebaulichen Möglichkeiten für die sehr weit läufigen Gelände in den Blick nehmen. Aus diesem Grund wird der Senat jetzt in einem Antrag aufgefordert die Nachnutzung für Tempelhof und Tegel zügig zu konkretisieren. Beide Flughafengelände haben ein ungeheures städtebauliches Potenzial, dass umfassend genutzt werden soll. Die Erarbeitung der Entwicklungskonzepte soll durch eine breite öffentliche Diskussion und Beteiligung flankiert werden. Vor allem die Bezirke und die Anwohner sollen intensiv beteiligt werden.
Klar ist, dass der SPD-geführte Senat an der Schließung der Flughäfen in Tempelhof in Tegel festhält, um den Bau des Flughafen BBI nicht zu gefährden, die Anwohner zu entlasten und die großen städtebaulichen Möglichkeiten für Berlin zu nutzen.


