Unternehmertum als wirtschaftliches Leitbild für Schüler?

Abgeordnetenhaus diskutiert einen Antrag der FDP-Fraktion.

Die aktuelle weltweite Wirtschaftskrise bietet zahlreich Anlässe über ein zeitgemäßes ökonomisches Leitbild nachzudenken. Waren es doch marktradikale Ideologien, extrem kurzfristige Orientierung im wirtschaftlichen Handeln und oftmals auch die Gier der Akteure, die zu der katastrophalen wirtschaftlichen Situation des Jahre 2009 geführt haben. In diesem ökonomischen Umfeld hat nun die FDP-Fraktion einen Antrag zur ökonomischen Bildung von Schülerinnen und Schülern in das Abgeordnetenhaus eingebracht.

Ein solches Vorhaben ist grundsätzlich zu begrüßen, kann doch eine intensive Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Fragen und Mechanismen auch für Schülerinnen und Schüler nur positiv sein. Der Antrag der FDP zielt jedoch nicht auf eine Stärkung der Fähigkeit zur Reflexion wirtschaftlicher Prozesse ab, sondern stellt alleine das Unternehmertum in den Mittelpunkt. So fordert der Antrag, den innovativen Unternehmer zum zentralen Leitbild für die Berliner Schüler zu machen. Lars Oberg erklärte im Rahmen der Debatte: "Die SPD-Fraktion will nicht, dass der Unternehmer zum alleinigen ökonomischen Leitbild für Schüler wird. Wir wollen, dass Schüler zur Reflexion von wirtschaftlichen Prozessen befähigten werden. Lern- und Bildungsziel sollte es sein, die Welt der Wirtschaft zu verstehen, zu hinterfragen und sich als ökonomisches und gesellschaftliches Subjekt zu begreifen."

Die vollständige Rede und die daran anschließende Diskussion zwischen Lars Oberg und Mirko Dragowski (FDP)können Sie hier ansehen.

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YouTube-Kanal von Lars Oberg

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