Mehr Geld für angestellte Lehrer
Senat verständigt sich auf eine Erhöhung der Gehälter.
Das Land Berlin hat vor einigen Jahren beschlossen, neu eingestellte Lehrer nicht länger zu verbeamten. Mit diesem Schritt sollten die langfristigen Pensionslasten für das Land reduziert werden. Obgleich die Beschäftigung angestellter Lehrer für das Land - auf Grund der zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge - zunächst deutlich teurer ist, liegt das Nettoeinkommen dieser Lehrer unter dem ihrer verbeamteten Kollegen.
Unter den jungen Lehrerinnen und Lehrer hat diese Schlechterstellung zu berechtigtem Unmut geführt. Nicht wenige junge Lehrer kehrten angesichts dieser Situation Berlin den Rücken und nahmen Stellen als verbeamtete Lehrer in anderen Bundesländern an. Dort können sie für die gleiche Tätigkeit bis zu 700 Euro netto mehr verdienen.
Den Abwerbeversuchen der anderen Bundesländer setzt Berlin nun etwas entgegen. Auf seiner Klausurtagung am 11. Februar 2009 hat der Senat einen Aufschlag für die angestellten Lehrer beschlossen. Wie hoch die monatliche Erhöhung der Gehälter ausfallen wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Mit diesem Aufschlag wird auch Sicherheit für alle Lehrerinnen und Lehrer geschaffen, die sich zum nächsten Schuljahr in Berlin auf frei werdende Lehrerstellen bewerben wollen.
Eine Rückkehr zur Verbeamtung hat der Senat ausgeschlossen. Lars Oberg erklärte zu der aktuellen Entscheidung: "Die Lehrerinnen und Lehrer in Berlin machen eine gute Arbeit in einem oftmals schwierigen sozialen Umfeld. Gute Arbeit muss auch gut bezahlt werden, deshalb ist eine Erhöhung der Bezüge für die angestellten Lehrer sehr zu begrüßen. Berlin muss auch langfristig attraktive Bedingungen für junge Lehrerinnen und Lehrer bieten. Es ist nicht hinnehmbar, dass in Berlin ausgebildete Lehrkräfte auf Grund schlechter Bezahlung in andere Bundesländer abwandern. Wenn man Verbeamtungen dauerhaft ausschließen will, dann müssen die Gehälter für die angestellten Lehrer auch in den nächsten Jahren weiter steigen."


