Ein Sektenbeauftragter für Berlin

SPD-Fraktion bringt Antrag auf den Weg

Die verstärkten Aktivitäten von Scientology haben in den letzten Monaten viele Berlinerinnen und Berliner beunruhigt. Vor allem seit der Eröffnung der neuen Deutschlandzentrale in Charlottenburg waren verstärkte Aktivitäten der Psycho-Sekte in Berlin zu verzeichnen gewesen, die auf großes Misstrauen in der Bevölkerung gestoßen sind und zu einem verstärkten Bedarf an Information und Beratung geführt haben.

Um die bisherige Aufklärungsarbeit des Senates über Sekten, Psychogruppen und ähnlichen Vereinigungen zu bündeln und zu verstärken, hat nun die SPD-Fraktion einen Antrag beschlossen, mit dem der Senat aufgefordert wird, in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung einen Sektenbeauftragten einzusetzen. Dieser soll als Leiter einer Anlauf- und Beratungsstelle für Fragen zu Sekten und konfliktträchtigen Anbietern auf dem Psycho- und Lebenshilfemarkt fungieren.

Ziel ist es, in Hilfsangebot für Menschen - insbesondere Kinder und Jugendliche -, die mit entsprechenden Gruppen in Konflikt geraten sind, zu unterbreiten. Dieses Angebot soll nach dem Willen der SPD-Fraktion bekannt gemacht werden und leicht erreichbar sein. Wichtiger Aspekt des staatlichen Hilfsangebots für die Betroffenen ist ein unkompliziert Kontakt zu anderen Behörden (Jugendämter, Familiengerichte, Polizei, Verfassungsschutz, etc.), um schnell und umfassend zu helfen.

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