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Stand-Marathon mitten im Wahlkreis

09.09.2006:

Am Sonnabend veranstalteten wir einen wahren Stand-Marathon! Von 9.00 bis 20.00 Uhr waren auf den Straßen des Wahlkreises unterwegs. Zentraler Ausgangspunkt für viele Aktionen war der Kaiser-Wilhelm-Platz. Unterstützung bekam ich neben den Mitgliedern der SPD Schöneberg von den Berliner Jusos und von fünfzehn Volunteers aus NRW.

Die ersten Aktion war das Werben mit Postkarten mit dem Aufdruck "Junges Gemüse in die Politik". Abgebildet waren dazu rote Tomaten. Es wurden zwar keine Tomaten, dafür aber Radieschen in Tüten verteilt. Viele Bürgerinnen und Bürger waren begeistert ob der originellen Idee.

Nicht schlecht staunten die Bürgerinnen und Bürger als zahlreiche Jusos, die einige Augenblicke zuvor in Jeans unterwegs waren, plötzlich in Kostüm und Anzug auftraten. Als "Vertreter der Deutschen Wirtschaft" verteilten sie Briefe, mit der Aufschrift "Absage". In diesem Brief teilte die vermeintliche Deutsche Wirtschaft ihr Bedauern über mangelnde Ausbildungsplätze mit. Einer der zynischen Sätze in dem Brief lautete: "Zwar haben bis August 2006 in Berlin 26.441 Jugendliche einen Ausbildungsplatz gesucht, doch leider konnten wir trotz des Ausbildungspaktes mit der Regierung nur 7.676 betriebliche Ausbildungsplätze in Berlin anbieten."

Gut gefallen hat mir auch der Bau der Bildungsmauer. Aus großen schwarzen Pappkartons wurde eine hohe Mauer gestapelt. Sie sollte symbolisieren, das unser Bildungssystem nicht durchlässig genug ist. Zum Beispiel haben Kinder aus bildungsferneren Schichten oder mit Migrationshintergrund nicht die gleichen Chancen in ihrer Schullaufbahn wie viele Kinder aus gut situierten Schichten. Mein Anliegen ist es möglichst allen Kindern die gleiche Chance auf Bildung zukommen zu lassen - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Wirkungsvoll waren ebenfalls die lebenden Litfasssäulen. Die Wahlkämpfer der besonderen Art trugen auf der Vorder- und Rückseite mein Wahlplakat und verteilten dabei zum Erstaunen der Schöneberginnen und Schöneberger viel Informationsmaterial.

Überschattet wurde der erfolgreiche Tag von der Nachricht, dass zwei SPD-Mitglieder beim Plakatekleben in Marzahn von Rechtsradikalen überfallen wurden und einer von ihnen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Alle Teilnehmer des Aktionstages zeigten sich entsetzt und wollen ihren Einsatz gegen rechts in Zukunft weiter intensivieren.

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