Medienberichte: Hertie soll verkauft werden
Konsequenzen für einzelne Kaufhäuser noch offen
Die Warenhauskette Hertie, zu der auch das Kaufhaus am Kaiser-Wilhelm-Platz gehört, steht nach Berichten des Handelsblattes zum Verkauf. Offenbar ist der Hertie-Eigentümer, der britische Finanzinvestor Dawnay Day, mit dem schleppenden Geschäftsverlauf der Hertie-Häuser unzufrieden. Ursprünglich wollte der Investor die Kaufhäuser langfristig halten und entwickeln.
Zu Hertie, das bis vor wenigen Monaten noch unter Karstadt Kompakt firmierte, gehören die 74 ehemaligen kleineren Karstadt-Filialen, die 2005 aus dem Karstadt-Konzern herausgelöst und an britische Investoren verkauft wurden. Auf Grund ihrer Größe sah sich Karstadt außerstande die defizitären Filialen weiter zu betreiben. Darüber hinaus sollte mit dem Verkaufserlös zur Sanierung des damals angeschlagenen Konzerns beigetragen werden.
Noch Ende 2006 stockte Dawnay Day seinen Anteil an Hertie von 50 auf 80 Prozent auf, so dass die jetzigen Verkaufsabsichten ein wenig überraschend bekannt werden. Den Berichten zu Folge soll die Kaufhauskette in zwei Teilen verkauft werden, dabei sollen die Immobilien vom operativen Geschäft getrennt werden.
Noch ist unklar welche Folgen die Verkaufsabsichten für die einzelnen Kaufhäuser und die Mitarbeiter haben werden. Ähnlich wie in Schönberg haben die Filialen in vielen Städten und Bezirken eine große Bedeutung für lokale Einkaufsstraßen. Aus diesem Grund muss von politischer Seite alles getan werden, um die Kaufhäuer zu erhalten.


