Mädchen zeigen Politikern ihren Kiez und bestimmen mit
Das Café Pink und die Jusos Tempelberg luden am Mittwoch, den 30. Mai 2007, Mädchen aus Schöneberg zu einem Rundgang rund um den Winterfeldplatz ein. Die Mädchen hatten bei einem vorherigen Treffen konkrete Punkte genannt, die ihnen in ihrem Kiez nicht gefallen. Außerdem hatten sie viele Ideen, was in Schöneberg für Jugendliche verbessert werden könnte. Bei der Kieztour wollten die Mädchen den zuständigen Politkern genau diese Orte zeigen und ihre Ideen vorstellen.
Gleich drei Politiker begleiteten die Mädchen, um sich ein Bild von den Vorstellungen der Mädchen zu machen. Ingo Nürnberger und Heiko Linder aus der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Lars Oberg, Mitglied des Abgeordnetenhauses, diskutierten lebhaft mit den Mädchen.
Mit Mädchen im Kiez unterwegs
Der Rundgang begann am Spielplatz Barbarossastraße. Die Mädchen bemängelten, dass zu wenige Spielgeräte vorhanden seien. "Insbesondere für kleine Kinder gibt es hier nichts," erklärte Tuba. Ingo Nürnberger und Heiko Linder notierten für die anstehende Sanierung des Platzes die Vorschläge der Mädchen.
Im Laufe des Rundgangs forderten die Mädchen eine weitere Ampel über die Martin-Luther-Straße und mehr Zebrastreifen. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass Politik gar nicht so einfach ist. "Politiker müssen möglichst viele Interessen gegeneinander abwiegen und Kompromisse finden." - so Lars Oberg.: "Den Autofahrern wird es nicht gefallen, wenn wenige Meter hinter der Ampel an der Kreuzung eine weitere Fußgängerampel stehen würde."
Das Thema Sicherheit lag den Mädchen besonders auf dem Herzen. Deshalb wird es ein erneutes Treffen geben. Mit der Polizeikommissarin Frau Phlippeau wollen die Mädchen im Juni über Drogenhandel und Prostitution sprechen. Auch die Politiker wollen wieder dabei sein. Natürlich sind auch wieder alle interessierten Mädchen aus Schöneberg eingeladen.
Autorin: Janika Hofmann


