Schüler diskutieren über Gewalt
Veranstaltung der Bezirksschülerausschuss Tempelhof-Schöneberg zu Gewalt an Schulen
Mehr als 100 Schülerinnen und Schülern diskutierten am 15. und 16. Mai 2007 bei einer Veranstaltung des Bezirksschülerausschusses Tempelhof-Schönberg im Rathaus Schöneberg. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Wir gegen Gewalt an Schulen" und war unter anderem eine Reaktion auf einen extremen Gewaltvorfall an einer Tempelhofer Schule vor einigen Monaten. Dort war am Rande einer Schulveranstaltung ein Zivilpolizist von mehreren Jugendlichen attackiert und schwer verletzt worden.
Ziel der nun durchgeführten Veranstaltung war es ein deutliches Zeichen gegen Gewalt zu setzen und sich darüber hinaus mit den verschiedenen Ursachen und Ausprägungen von Gewalt intensiv zu beschäftigen. Vertieft wurden die Themen verbale Gewalt, "Drogen als Gewaltsverstärker", extremistische Gewalttaten, sexuelle Gewalt und "Ich war Täter" in Workshops. In diesen Workshops wurde gemeinsam mit der Polizei und weiteren Experten Strategien zur Vermeidung von Gewalt und dem Umgang mit Gewaltvorkommnissen erarbeitet.
Bei einer abschließenden Runde stellten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse der Workshops und den daraus abgeleiteten politischen Forderungen vor. Gemeinsam mit dem Schulleiter der Rütli-Oberschule und Lars Oberg berieten die Teilenehmer darüber, wie die erarbeiteten Forderungen in die Realität umgesetzt werden können. Dabei wurde deutlich, dass ein wesentlicher Faktor zur Verhinderung von Gewalt die gelebte Schulkultur ist, die gerade auch durch die Schülerinnen und Schüler maßgeblich gestaltet werden kann. Gemeinsam vereinbarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema Gewalt in ihren Schulen aktiv anzusprechen und sich für eine Kultur der Gewaltlosigkeit und Toleranz einzusetzen.


