Kampf für das Kinderzentrum Monumentenstraße

Seit Jahren ist bekannt, dass das Kinderzentrum Monumentenstraße Asbest belastet ist. Gegen eine drohende Schließung wehren sich Eltern, Schüler und Lehrer.

Das Kinderzentrum Monumentenstraße ist etwas ganz besonderes. Es besteht aus der Schwielowsee-Grundschule, der ältesten Ganztagsschule im Westteil Berlins, und einer Kita mit 150 Plätzen. Immer wieder wurde das Kinderzentrum für sein herausragendes pädagogisches Konzept gewürdigt und als Beispiel für andere Schulen hervorgehoben.

Jetzt sehen Eltern, Schüler und Lehrer dieses Vorzeigeprojekt als ernsthaft bedroht an. Hintergrund ist eine seit Jahren bekannte Asbestbelastung des Gebäudes in der Monumentenstraße. Vor knapp drei Jahren sah sich der Schulstadtrat veranlasst auf der Grundlage dieser Belastung die Auslagerung der Schülerinnen und Schüler zu betreiben. Schon damals begann die gesamte Schulgemeinschaft sich gegen das Vorgehen zu wehren. Der Widerstand gegen die Auslagerungs- und Schließungspläne wurden über den Sanierungsbeirat der Schule organisiert. Mit Erfolg, denn die die BVV Tempelhof-Schöneberg beschloss am 17. Juni 2004 mit großer Mehrheit die Sanierung des Kinderzentrums.

Eigentlich sollte Ende 2006 mit den Bauarbeiten längst begonnen worden sein. Es kam jedoch aus unterschiedlichen Gründen immer wieder zu Verzögerungen, durch die dann auch die Finanzierung des rund 11,5 Millionen Euro teuren Projekts ins Wanken geriet. Eingeplante Mittel der EU konnten durch Planungsverzögerungen nicht abgerufen werden. Auch hinsichtlich des Bedarfs an Grundschul- und Kitaplätzen in diesem Bereich Schönebergs kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen Bezirk und Senat. Obgleich die BVV dieses Jahr ihren Beschluss, das Kinderzentrum zu sanieren erneut mit den Stimmen aller Parteien bekräftigte, ist die Verunsicherung der Eltern, Schüler und Lehrer groß. Mittlerweile wird in der Schule sogar mit einem vollständigen Scheitern der Sanierung gerechnet.

Diese Sorge artikulierten die Schulleitung und Vertreterinnen der Eltern auch bei der Sendung "Harry hilft" von TV.B am 23. November 2006. Auch ich war bei dieser Sendung zu Gast und bekräftigte, dass ich mich nach wie vor für eine Sanierung des Kinderzentrums einsetze. Gegenwärtig erarbeitet eine Arbeitsgruppe des Bezirksamtes intensiv die Voraussetzungen für eine solche Sanierung. Die wichtigsten Fragen, die dabei zu klären sind, sind die Finanzierung, die Bauzeit und der Baubeginn sowie der Bedarf an Kita- und Schulplätzen in diesem Teil Schönebergs. Anfang 2007 wird die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse dem Bezirksamt vorlegen, dass dann zu entscheiden hat, wie es mit dem Kinderzentrum weiter geht.

Eine der dringendsten Forderungen der Schule ist, dass die Auslagerung so lange ausgesetzt wird, bis eine Entscheidung über die Sanierung gefallen ist. Ich unterstütze die Eltern, Lehrer und Schüler ausdrücklich darin, einer Auslagerung so lange zu widersprechen, so lange noch unklar ist, wie es mit dem Kinderzentrum weiter geht. Aus diesem Grund werde ich die Schule bei ihrer Demonstration am 6. Dezmeber 2006 vor dem Schöneberger Rathaus darin unterstützen, dass rasch eine Entscheidung über die Sanierung getroffen wird und so lange die Auslagerung ausgesetzt wird.

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