Aufregung an der Grundschule am Barbarossa Platz

Entwurf eines Schulentwicklungsplans für Tempelhof-Schöneberg stellt Zukunft der Grundschule am Barbarossa Platz in Frage.

Der demographische Wandel hinterlässt auch in Tempelhof-Schöneberg seine Spuren. Die Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter und die Zahl der Kinder nimmt ab. Dies hat zur Folge, dass seit Jahren die Zahl der Schüler in unserem Bezirk sinkt. An diesem Trend wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich nichts ändern. Für die ohnehin komplizierte Aufgabe einen Schulstrukturplan aufzustellen hat dies die unangenehme Folge, dass eher über Schulschließungen als über neue Schulstandorte zu entscheiden ist.

Welche Emotionen eine etwas voreilige Schulschließungsdebatte auslösen kann, war jüngst am Beispiel der Grundschule im Taunusvietel in Lichtenrade zu besichtigen. Vor diesem Hintergrund ist es sehr erstaunlich, dass in einem nun bekannt gewordenen Entwurf eines Schulentwicklunhsplanes en passant eine mögliche Fusion der Grundschule am Barbarossa Platz mit der Teltow Grundschule ins Spiel gebracht wird. Das hat an beiden Schöneberger Schulen für Unverständnis gesorgt. Insbesondere die Eltern der Schüler der Grundschule am Barbarossa Platz sind empört, dass an ihnen vorbei ein solcher Schritt auf den Weg gebracht wurde.

Zum Glück ist in der Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Schulentwicklungsplan ist bislang erst ein Entwurf, der noch in der BVV diskutiert und auch verändert werden wird.

Lars Oberg erklärte zur Zukunft der Grundschulen in Schöneberg: "Ein familienfreundlicher Bezirk braucht Grundschulen, die einfach und schnell erreichbar sind. Gerade für die ganz Kleinen sollte der Schulweg möglichst kurz und sicher sein. Deshalb sollten bei sinkenden Schülerzahlen Schulen nicht einfach geschlossen oder fusioniert werden. Stattdessen sollte man intelligente Lösungen suchen, wie zum Beispiel kleinere Schulen eingerichtet werden können, unter deren Dach weitere Familieneinrichtungen angesiedelt sind. Eine solche Lösung hätte auch den Vorteil, bei wieder steigenden Schülerzahlen - wie dies zum Beispiel im Prenzlauer Berg in den letzten Jahren der Fall war - ohne große Probleme zusätzliche Grundschulklassen einrichten zu können. Aus diesen Gründen setze ich mich für den eigenständigen Erhalt der Grundschule am Barbarossa Platz und der Teltow Grundschule ein."

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