Ein Gedenkort für Julius Leber auf der Roten Insel
Lars Oberg schlägt einen Ideenwettbewerb vor.
Der Name Julius Leber ist auf der Roten Insel in Schöneberg im Alltag stets präsent. Sind doch nach Julius Leber eine Straße, eine Brücke und indirekt auch ein S-Bahnhof benannt. Wer aber Julius Leber war, welche Bedeutung er in der deutschen Geschichte und vor allem für die Rote Insel hat sind ein wenig in Vergessenheit geraten.
Dem Rote Insel Blog ist es zu verdanken, dass das Leben und Wirken von Julius Leber in Schöneberg wieder in Erinnerung gebracht wurde. Auch die Bezirkspolitik hat sich mittlerweile wieder an den großen sozialdemokratischen Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime erinnert. Bei einer Sitzung im Sommer 2009 wurde von der BVV Tempelhof-Schöneberg ein Antrag beschlossen, mit dem das Bezirksamt aufgefordert wird, im Zuge der Umgestaltung der Torgauer Straße eine Gedenktafel bzw. einen Gedenkort einzurichten. Gegenwärtig prüft das Bezirksamt, wie genau das Gedenken an der ehemaligen Kohlenhandlung aussehen kann.
Es ist zu hoffen, dass das Bezirksamt eine Julius Leber und seiner für die Identität der Roten Insel gerecht werdende Form des Gedenkens findet. Bestimmt haben viele Schönebergerinnen und Schönebergern gute Ideen für ein angemessenes Gedenken. Vor diesem Hintergrund böte es sich an, einen Ideenwettbewerb auszuloben, an dem sich alle Schöneberger beteiligen können. Ein solches Verfahren wäre sicherlich ungewöhnlich, aber für Julius Leber spielte schließlich auch eine ungewöhnliche Rolle in der Geschichte der Roten Insel.


