Vor Ort im Jobcenter Tempelhof-Schöneberg

Lars Oberg informiert sich über die Arbeit des Jobcenters.

Wie das Jobcenter arbeitet, ist für viele Menschen in Schöneberg eine wichtige Frage, die wesentlichen Einfluss auf ihre Lebensrealität hat. Trotz des Rückgangs der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren beziehen immer noch mehrere Tausend Schönebergerinnen und Schöneberger Leistung vom Jobcenter. Das einige Jahre nach den so genannten Hartz- Reformen die Arbeit des Jobcenters nicht immer reibungslos funktioniert, ist auch für viele Abgeordnete spürbar. Vor allem in ihren den Bürgersprechstunden werden sie immer wieder mit den Unzufriedenheiten der Kunden des Jobcenter konfrontiert. Dabei muss man als Abgeordneter immer wieder erleben, wie ohmächtig und hiflos sich Menschen gegenüber den Entscheidungen des Job-Centers fühlen, vor allem dann wenn es um oftmals zweifelhaft anmutende Leistungskürzungen geht.

Dies allein wäre schon Anlass genug, um sich als Abgeordneter direkt vor Ort einen Eindruck von der Arbeit des Jobcenters zu machen. Zusätzlich Brisanz erhält das Thema durch die Blockadehaltung der CDU-Fraktion im Bundestag, die eine vom Verfassungsgericht vorgegebene Reform des Jobcenters verhindert. Dadurch ist aktuell völlig unklar, wie es ab dem 1. Januar 2010 mit dem Jobcenter weitergeht. Dies sorgt für Unruhe bei den Leistungsempfängern und den Mitarbeitern des Jobcenters.

Vor diesem Hintergrund besuchten im März 2009 zahlreiche SPD-Abgeordnete ihre lokalen Jobcenter. Neben einem Gespräch mit der Geschäftsführung stand auch eine Hospitation der Abgeordneten in verschiedenen Abteilungen des Jobcenters auf dem Programm.

Am 26. März 2009 war Lars Oberg zu Gast beim Jobcenter in Tempelhof-Schöneberg. Nach einer kurzen Einführung des Geschäftsführers besuchte Lars Oberg die so genannte Eingangszone des Jobcenters. Hier erhalten die Kunden eine erste Beratung und werden dann an die verschiedenen Fachabteilungen weiter vermittelt. Diese Eingangszone ist ein besonders sensibler Ort des Jobcenters. Nicht selten müssen die Kunden dort lange warten, um dann erstmals ihr oft sehr persönliches Anliegen vorzubringen. Dies stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sehr sensibel und belastbar zugleich sein müssen.

Die eigentliche Hospitation bestritt Lars Oberg bei einer Fallmanagerin, die er bei zwei Gesprächen begleiten durfte. Eine Fallmanagerin betreut jeweils rund 75 Erwerbslose, die besondere Vermittlungshemmnisse aufweisen. Diese Erwerbslose unterstützt sie auf dem Weg zurück ins Berufsleben, z.B. durch die Vermittlung von Qualifizierungsmaßnahmen.

Lars Oberg erklärte nach seiner Hospitation: "Es ist bemerkenswert mit welch großem Engagement die Fallmanager ihre Klienten in fast allen Lebenslagen beraten und sie unterstützen. Durch dieses Engagement erhalten viele Erwerbslose wieder eine Beschäftigungsperspektive, die sie selbst noch vor Jahren für unmöglich gehalten hätten. Diese Arbeit verdient eine verslässliche Perspektive, die durch den Bundestag dringend geschaffen werden muss. Trotz nach wie vor bestehender Schwierigkeiten - vor allem im Leistungsbereich und bei der oft unnötig rigiden Sanktionspolitik - ist die Arbeit der Jobcenter anzuerkennen."

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YouTube-Kanal von Lars Oberg

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