Irritationen über die weitere Nutzung des Kinderzentrums Monumentenstrasse

Angekündigter Bericht zur weiteren Nutzung des Geländes durch den Bezirk liegt noch nicht vor.

Nachdem nach Ansicht des Bezirksamtes die Schwielosee-Grundschule und das Kinderzentrum Monumentenstrasse als Schulstandort keine Zukunft mehr haben sollte, hatte die BVV beschlossen wenigstens das einmalige Gelände als Fläche für den Bezirk zu erhalten. In einem entsprechenden Beschluss wurde das Bezirksamt aufgefordert, ein Nachnutzungskonzept zu entwickeln. Damit sollte verhindert werden, dass die ungenutzte Fläche an den Liegenschaftsfond abgegeben und dann an einen privaten Nutzer verkauft wird. Auch die SPD Schöneberg hat sich immer dafür stark gemacht, dass in dem an Grünflächen armen Kiez das Gelände des Kinderzentrums als Spiel- und Sportfläche für Kinder Jugendliche genutzt werden soll.

In den vergangenen Monaten machten nun auf der Roten Insel Gerüchte die Runde, dass der Schulstadtrat Hapel die Flächen an den Liegenschaftsfonds abgeben wolle und diese damit für die Öffentlichkeit verloren gingen. In der Beantwortung einer kleinen Anfrage gab der Stadtrat diesen Gerüchten zusätzlich Nahrung, da er ankündigte das Objekt nach Schuljahresende an den Liegenschafftsfonds übertragen zu wollen. Gleichzeitig bestätigte er in einer Sitzung der BVV aber auch die Auffassung der SPD, dass es rund um die Monumentenstrasse einen Mangel an Spiel- und Freizeitflächen gebe. Dieser widersprüchliche Schlingerkurs bereitet vielen Schönebergern Sorge.

Mittlerweile wurde aus dem Bezirksamt klargestellt, dass die Entscheidung über die Zukunft des Geländes noch offen sei und eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Nachnutzung beschäftigt zur Zeit noch tage. Richtig gestellt wurde auch, dass der Schulstadtrat nicht alleine über eine Übertragung in den Liegenschaftsfonds entscheiden kann.

Die SPD wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Flächen des Kinderzentrums nicht verkauft, sondern für eine öffentliche Nutzung bewahrt werden. Das Bezirksamt sollte, um weitere Irritationen zu vermeiden, schnell den von der BVV eingeforderten Bericht vorliegen und eine verlässliche Grundlage für eine Nutzung der Flächen als Spiel- und Freizeitflächen schaffen.

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