Parteiübergreifend gegen Rechts
17.08.2006: Demokratische Parteien demonstrieren geschlossen gegen die NPD vor dem Rathaus Schöneberg
Am Mittwoch demonstrierten alle im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien auf dem J.-F.-Kennedy-Platz gegen eine Veranstaltung der NPD im Rathaus Schöneberg. Mit der von der SPD organisierten Kundgebung wurde ein deutliches Zeichen gegen Nazis in Berlin gesetzt Insgesamt kamen mehr als 150 Gegendemonstranten zusammen.
Walter Momper, Präsident des Berliner Abgeordntenhaus, und andere hochrangige Politiker riefen die Berlinerinnen und Berliner dazu auf, sich Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegen zu stellen und dafür zu sorgen, dass die rechtsextremen Parteien am 17. September weder in das Abgeordnetenhaus noch die Bezirksverordnetenversammlungen einziehen.
Das Besondere an der Demonstration war, dass sich trotz Wahlkampf alle Parteien auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die rechtsextreme NPD geeinigt hatten. Das war in der Vergangenheit leider nicht immer so. Noch am Montag hatte die CDU eine Teilnahme an einer Demonstration gegen die NPD in Tempelhof abgelehnt. Umso wichtiger ist es jetzt, den gemeinsamen Kampf gegen Rechts auch außerhalb des Wahlkampfs fortzusetzen.
Am Morgen hatte die SPD in ganz Tempelhof-Schöneberg mit Flugblättern an U- und S-Bahnhöfen zu der Demonstration gegen die NPD aufgerufen. Zahlreiche Schönebergerinnen und Schöneberger folgten dem Aufruf und zeigten, dass in unserem Bezirk rechte Propaganda nicht unwidersprochen hingenommen wird.